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Irish Terrier vom Hürtgenwald

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Der K-Wurf ist im Frühjahr 2008 geplant!
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Siska mit B-Wurf
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Die ersten vier Lebenswochen verbringen die kleinen „Hürtgenwäldler“ in der im Badezimmer aufgestellten Wurfkiste, die ab der 3.Woche um einen kleinen Auslauf erweitert wird. Das Bad hat den Vorteil eines warmen, nicht zu häufig benutzten und zudem noch gefliesten Raumes. Auf den Einsatz einer Rotlichtlampe, deren mögliche gesundheitliche Einflüsse (Austrocknung der Luft und somit Schleimhäute und Atemwege der Hunde, Beanspruchung der Augen) und „psychologische“ Nachteile (Welpen müssen sich zum „Wohlbefinden“ nicht mehr anstrengen), der Entwicklung nicht unbedingt förderlich sind, wird bei uns verzichtet. In den ersten drei Wochen brauchen die Welpen und ihre Mutter vor allem Ruhe und deswegen ist fremder Besuch an der Wurfkiste nicht gestattet. Sorgfältig geachtet wird dagegen auf optimale Fütterung und Gesäugekontrollen der Hündin sowie eine regelmäßige Gewichtszunahme der Kleinen. Unsere Hündinnen werden in der Säugezeit von allen verwöhnt - vielleicht sind sie deshalb so zufriedene und zuverlässige Mütter.

Mit Beginn der 3.Woche öffnen die Welpen die Augen und beginnen, ihre Umgebung zu erkunden. Nun ist es Zeit, die Wurfkiste für sie zu öffnen, damit sie erste „Expeditionen“ in den mit wasserdichter Unterlage, Zeitungspapier und (als oberste Lage) den obligatorischen Vet-Beds ausgelegten Auslauf unternehmen können. Schon jetzt sind sie mit teilweise abrupt einsetzenden Geräuschen wie z.B. der WC-Spülung, des AKU-Schraubers etc. genauso vertraut wie mit den Gerüchen der sie versorgenden Menschen. Das erste Schwanzwedeln bei Erklingen einer vertrauten Stimme kann beobachtet werden, weiterhin wird durch vorsichtiges Beschnuppern und “Anbeißen” Kontakt zu den Geschwistern und zum herumliegenden Spielzeug aufgenommen.

Gegen Ende der 4.Woche warten dann zwei wichtige Ereignisse auf den Welpen: der erste Milchbrei und der erste Ausflug in den Welpenzwinger stehen auf der Tagesordnung. Bei schönen, trockenem Wetter können sie bereits einige Stunden draußen bleiben und den großen Auslauf erforschen. Neben der doppelwandigen, isolierten Hütte, die in einem bei Bedarf verschließbaren und wetterfesten Hundehaus untergebracht ist, steht den Welpen ein großer Mulch- und Rasenauslauf mit Büschen, Bäumen und Hecke zur Verfügung. Allein diese natürliche „Ausstattung“ lädt die Kleinen schon zu eingehender Erforschung der Umwelt, wie z.B. Löcher buddeln, Äste apportieren, „Fangen um Büsche spielen“ etc. ein. Das Spielzeug wird öfters ausgetauscht, damit es interessant bleibt. Zusätzlich haben die Welpen die Möglichkeit, über ein wippendes Brett und durch einen Tunnel zu laufen. Auch die neuen Besitzer kennen ihr neues Familienmitglied jetzt meistens schon gut.

Die erwachsenen Hunde sind oft mit dem Nachwuchs zusammen, so dass dieser lernt, die Regeln eines Hunderudels zu beachten. Auch Katzen, Hühner und Tauben des Nachbarn, Geräusche des Rasenmähers und landwirtschaftlicher Geräte können die Welpen nicht mehr erschrecken. Weiterhin werden sie behutsam an aufgeklappte Regenschirme, flatternde Plastikplanen und große Gegenstände herangeführt. Regelmäßig haben sie Kontakt zu Besuchern, insbesondere zu Kindern. Sind die Welpen dann mit 8 Wochen geimpft, werden sie an Halsband und Auto gewöhnt, damit erste Ausflüge in die Umgebung unternommen werden können. Hier treffen sie auf Hunde anderer Rassen, die ihre sozialen Kontakte und Fähigkeiten vertiefen. Etwa in dieser Altersstufe werden sie zusätzlich einzeln ins Haus genommen, damit sie sich an Geräusche des Haushalts gewöhnen können

Wenn die Welpen im Alter von 10 Wochen in ihre neuen Familien überwechseln, ist die Prägungszeit noch lange nicht abgeschlossen - im Gegenteil: Die neuen Besitzer können und müssen die bisher eingeleiteten Erfahrungen ihres neuen Hausgenossen bewusst erweitern und so die Wesensentwicklung des Kleinen behutsam fördern. Darüber hinaus muss man das besondere Wesen des Irish Terriers verstehen; nur dann kann man alles, was dieser großartigen Rasse an charakterlicher Veranlagung geschenkt wurde und über Generationen sorgfältig erhalten wurde in Vollendung entfalten.

Das Sprichwort: „Man kann sich zwar einen guten Hund kaufen, niemals aber das Wedeln seines Schwanzes“ gilt für den Irish Terrier in besonderem Maße.

Sicherlich: Keiner ist wie der andere, alle aber besitzen sie von Natur aus eine überschäumende Lebensfreude, die sich mit scheinbar so widersprüchlichen Eigenschaften wie Draufgängertum und Zärtlichkeit, Stolz und unerschütterlicher Ergebenheit vereinigt. Ein solcher Hund tut alles aus Liebe zu seinem Herrn und aus Freude am Gelobtwerden; Härte dagegen macht ihn rebellisch, Inkonsequenz verunsichert und verdirbt ihn. Vorausschauendes Denken seiner Besitzer begünstigt die positive Entwicklung des Welpen: Verbotenes sollte von vorneherein vermieden, erwünschtes Verhalten dagegen gezielt gefördert werden. Erziehung ist, gerade bei einem so intelligenten und lebhaften Hund, auch die Kunst zu wissen, wann man lachen soll und wann man durchgreifen muss. Geht man mit Liebe, Einfühlungsvermögen und Vertrauen in seinen Charakter mit einem jungen Irish Terrier um, so wird er es „seiner“ Familie ein Hundeleben lang mit den gleichen Dingen danken!